pte20090916044 in Leben
Vorname benachteiligt Kinder in der Schule
Lehrer: "Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose"
Oldenburg (pte044/16.09.2009/15:45)
Der Vorname, den Eltern ihren Kindern geben, kann die späteren Bildungschancen wesentlich beeinträchtigen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Erziehungswissenschaftlern der Universität Oldenburg http://www.kinderforschung.uni-oldenburg.de . Sie befragten 2.000 Grundschullehrer, welche Erwartungen vorgegebene Namen in ihnen auslösen würden. Bei bestimmten Namen stellten die Forscher einen deutlichen Zusammenhang zu Annahmen fest, die Fähigkeiten und Verhalten der Kinder betreffen, während kritische Distanz nur selten anzutreffen war. "Diese einseitigen Erwartungen der Lehrer könnten dazu führen, dass Schüler in Schubladen gesteckt werden, aus denen sie nur schlecht wieder herauskommen", warnt die Studienleiterin Astrid Kaiser im pressetext-Interview.
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