pte20250402005 in Forschung

Streaming-Dienste überschätzen Sportinteresse

US-Umfrage von Looper Insights zeigt: Für die Mehrheit ist das kein Grund für ein Abonnement


Baseball: Für viele ist Sport kein Grund, Streaming zu abonnieren (Foto: Keith Johnston/pixabay.com)
Baseball: Für viele ist Sport kein Grund, Streaming zu abonnieren (Foto: Keith Johnston/pixabay.com)

London (pte005/02.04.2025/06:10)

Für gut jeden zweiten US-Verbraucher sind Sportangebote kein Grund, einen Streaming-Dienst zu abonnieren. Auf der anderen Seite betrachten 57 Prozent der Führungskräfte der Medienbranche Sport als eine wesentliche Säule des Streaming-Erfolgs. Das zeigt eine Umfrage von Looper Insights. Befragt worden sind allerdings nur 1.100 Privatpersonen und Entscheider von Medienunternehmen.

Lineares Fernsehen hält sich

Das traditionelle Fernsehen verschwindet nicht so schnell, wie es sich die Führungskräfte der konkurrierenden Medien erhoffen. 35 Prozent der Verbraucher bevorzugen es immer noch, Live-Sport über Kabel oder Satellit zu sehen; 33 Prozent präferieren es, Live-Sport über Streaming-Dienste zu sehen. Und 32 Prozent greifen auf kostenloses Streaming oder soziale Medien zurück.

Manager der Branche sind jedoch zuversichtlich, dass Streaming das traditionelle Fernsehen für Live-Sport vollständig ersetzen wird. 57 Prozent glauben, dass es schon innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre passiert. Aber noch ist es keineswegs abzusehen. Nur 14 Prozent der Verbraucher sind bereit, mehrere Plattformen für den Zugang zu Sport zu abonnieren, und 56 Prozent geben an, dass sie nicht für mehrere Sportabos bezahlen werden. Das zeigt eine große Diskrepanz, da die meisten Führungskräfte (57 Prozent) glauben, dass sich ihr Problem durch Bündelung oder Premiumpreise löst.

Gratis-Angebote im Trend

Das werbefinanzierte, kostenlose Sport-Streaming nimmt zu, sehr zur Freude von Looper, das daran verdient. 56 Prozent der Verbraucher entscheiden sich laut der Umfrage für diese Angebote. Nur 15 Prozent ziehen kostenpflichtige Optionen vor. Allerdings glaubt eine Mehrheit der Führungskräfte (57 Prozent), dass eine Kombination aus kostenlosen Diensten kostenpflichtige Dienste eher ergänzen als ersetzen wird.

Diese unterschiedliche Wahrnehmung ist signifikant, da Führungskräfte weiterhin an die langfristige Dominanz kostenpflichtiger Sportmodelle glauben, während Verbraucher sich zunehmend für kostenlose Alternativen entscheiden, so Looper. "Angesichts der Milliarden, die in Sportrechte fließen, deutet unser jüngster Bericht darauf hin, dass die Branche die Verbrauchernachfrage überschätzt. Wir sehen uns einer Sport-Streaming-Blase gegenüber, die bald platzen könnte", glaubt Looper-Insights-CEO Lucas Bertrand.

(Ende)
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