Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt
NWN Nebenwerte Nachrichten AG: Aixtron: Tech-Aktie im Sonderangebot?
Frankfurt am Main, 04.04.2025 (pta021/04.04.2025/12:01 UTC+2)
Aixtron gilt als ein innovatives Unternehmen. Von 2020 bis 2023 stieg der Umsatz von € 269.25 auf 629.88 Mio. um 134 %. Das EBIT erhöhte sich in diesem Zeitraum von € 34.83 auf 156.77 Mio. bzw. um 350 %. Doch jetzt ist das Unternehmen sowohl an der Börse als auch in puncto Kundennachfrage massiv unter Druck. Der Aktienkurs hat sich innerhalb der vergangenen zwölf Monate mehr als halbiert.
Der Vorstand erwartet die Umsatzerlöse 2025 nur noch in einer Spanne zwischen € 530 bis 600 Mio. – also in jedem Fall ein deutliches Stück unter dem Wert aus 2024, der bei € 633.2 Mio. lag. Auch die EBIT-Marge wird der Prognose zufolge sinken und nur noch zwischen 18 und 22 % liegen; die Bruttomarge wird auf 41 bis 42 % geschätzt. Die Dividende wird von € 0.40 auf 0.15 reduziert.
Zu den Gründen für die derzeitige Schwäche zählt der Aixtron-Vorstand die nachlassende Dynamik in der Elek-tromobilität sowie die allgemein schwierige Lage in der Industrie, insbesondere die geringe Nachfrage im Markt für Leistungselektronik, die Aixtron aber nur als kurzfristige Schwäche bezeichnet. Eine rückläufige Nachfrage wird im LED-Bereich erwartet. Positive Impulse sollen indes aus der Optoelektronik kommen, wo KI-Anwendungen zu steigenden Datenvolumina und weiterem Ausbau der optischen Datenkommunikation führen.
Der Fokus bleibt auf F&E
Den strategischen Fokus für die kommenden Jahre setzt der Vorstand auf die Stärkung der Profitabilität und den Ausbau der Innovationskraft. CEO Dr. Felix Grawert will auch weiterhin mit kontinuierlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung die Innovationskraft von Aixtron sichern. Dabei stehen innovative Technologien wie Siliziumcarbid-Chips und Galliumnitrid-Anlagen im Fokus. Auch im schwierigen vergangenen Jahr sei es gelungen, die Technologieführerschaft und Wettbewerbsposition in allen relevanten Endmärkten zu halten und weiter auszubauen, schreibt der Vorstand. Die F&E-Ausgaben wurden 2024 um 4.2 % auf € 91.4 (87.7) Mio. angehoben.
Finanziell ist Aixtron solide aufgestellt. Wann die Trendwende an der Börse einsetzt, ist schwer abzusehen. Es kann durchaus zu einer längeren volatilen Phase mit erheblichen Kursschwankungen kommen, in der Rückschläge für Zukäufe oder den Einstieg genutzt werden können.
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Der ausführliche Bericht über die Aixtron SE mit dem Vorstandsinterview wird in der April-Ausgabe des Nebenwerte-Journal veröffentlicht: www.nebenwerte-journal.de. Der Abdruck ist unter Angabe der Quelle frei. Die Zahlen in Klammern geben die jeweiligen Vergleichswerte des Vorjahreszeitraums an.
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