pts20230626007 Politik/Recht, Auto/Verkehr

FSV-Verkehrstag in Wien präsentiert viele Neuerrungen, aber keine Ideen zur Verbesserung der Baustellenabsicherung

Noch immer keine Diskussionen über regelmäßige Kontrollen von Passantenabsicherung an Baustellen


Wien (pts007/26.06.2023/09:20)

Es ist ein großer Kongress, zu dem die FSV (Österreichische Forschungsgesellschaft Straße - Schiene – Verkehr) eingeladen hatte. Einmal jährlich treffen Verkehrsexperten aus ganz Österreich in Wien zusammen, um neue Erkenntnisse und Lösungen im Bereich von planerischen, baulichen oder instandhaltungstechnischen Lösungen im Verkehrswesen zu präsentieren. Sicherheit ist immer ein großes Thema, aber eines der wichtigsten Themen wurde auch in diesem Jahr leider wieder nicht angesprochen. "Alle neuen Sicherheits- und Warnsginaltechniken bringen gar nichts, wenn nicht endlich eine verbindliche Kontrolle und ein verpflichtendes regelmäßiges Monitoring von Baustellen an Verkehrswegen und Gehsteigen gibt, um die Vorgaben der Bescheide gemäß StVO § 89 + § 90 Straßenverkehrsordnung auch wirklich exekutieren zu können", kritisiert Bausicherheitsexperte Ing. Ilan Giuli von IG-Control. https://www.ig-control.com

Fußgänger sind "stille Mehrheit" im Verkehr, haben aber keine starke Lobby

Offiziell gibt es rund 600 Unfälle mit Fußgängern auf Gehwegen oder entlang von Straßen und im Baustellenbereich pro Jahr in Österreich. "Inoffiziell ist die Zahl ist deutlich höher, denn Fußgänger sind meist stille und unsichtbare Verkehrsteilnehmer. Wenn man an einer Baustelle stolpert oder hinfällt, gibt man sich meist selbst die Schuld und seiner eigenen Ungeschicklichkeit. Nicht aber dem eigentlichen Verursacher, der Baufirma und deren schlechter Baustellenabsicherung, zu der sie laut Bescheid eigentlich verpflichtet wäre. Aber es kontrolliert halt keiner. Daher können neueste Sicherheitszäune keine Sicherheit bringen, weil sie gar nicht zum Einsatz kommen. Sondern nur das möglichst billigste und am schnellsten verfügbare. Niemand redet davon, aber Fakt ist: 95 Prozent aller Baustellen in Österreich sind ungenügend, wenn es um Passantensicherheit geht", betont Ing. Ilan Giuli.

Die Forderungen (auch zur rechtlichen Absicherung der Baufirmen) müssen daher lauten:

  1. Baustellenabsicherung vor Bescheid Erteilung kontrollieren
  2. Baustellenabsicherung regelmäßig nach Bescheid Erteilung kontrollieren
  3. Konsequentes Monitoring der Baustellenabsicherung
  4. Kontrolle der Baustellenabsicherung durch unabhängige, namentlich benannte Organe
  5. Schnelle und konsequente Bußgelder bei Verfehlungen

Kontakt:
IG-control GmbH | Wien
https://www.ig-control.com

(Ende)
Aussender: IG-control GmbH
Ansprechpartner: Ilan Giuli
Tel.: +43 1 912 48 891
E-Mail: giuli@ig-control.at
Website: www.ig-control.at
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