pte20010305043 in Business

NSE entlässt 30 Prozent der Belegschaft

Vorstände Päselt und Oevermann scheiden aus dem Unternehmen aus


München (pte043/05.03.2001/14:48) NSE Software AG http://www.nse.de wird ihre Mitarbeiteranzahl um 30 Prozent auf 320 abbauen und "tiefgreifende Sanierungsmaßnahmen" einleiten. Dies gab der Anbieter von Komplettlösungen für die Finanzwirtschaft heute, Montag, in einer Mitteilung bekannt. Das Unternehmen werde sich von den Standorten in Hamburg, Leipzig und Würzburg trennen und die Anzahl der Subunternehmer deutlich senken, hieß es. NSE Software werde "unverzüglich" eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, da die Sanierung "drastische Auswirkungen auf die Bilanz" haben könnte, so NSE weiter.

Ferner teilte NSE mit, Peter Päselt habe sein Amt als Vorstand mit sofortiger Wirkung aus wichtigen Gründen niederlegt. Außerdem verlasse Dirk Oevermann das Unternehmen im beiderseitigen Einvernehmen mit sofortiger Wirkung. Manfred Schmaderer, bisher Vize-Präsident bei NSE, werde als neues Vorstandsmitglied gemeinsam mit Petr Vaclavek die Geschäfte führen, so NSE weiter.

Gleichzeitig will NSE die Geschäftsstrategie wechseln und sich künftig nicht mehr als Komplett-Anbieter positionieren, sondern sich wieder auf Front-Office Lösungen für die Finanzwirtschaft konzentrieren. Per Anfang März verfügte das Unternehmen über einen Finanzmittel-Bestand in Höhe von rund 18 Mio. Euro. Die Börse quittierte die Nachricht mit einem leichten Kursanstieg der NSE-Aktie um 0,7 Prozent auf 1,53 Euro.

Der angeschlagene Konzern hatte im Herbst 2000 und Anfang 2001 seine Prognosen für das vergangene und das laufende Jahr wiederholt senken müssen. Ende Januar hieß es zuletzt, die Planung für das Jahr 2001 mit einem Umsatz von 54,1 Mio. Euro und einem EBIT von 0,6 Mio. Euro könne nicht erreicht werden.

(Ende)
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