pte20031205040 in Leben

Leibnizpreise für 2004 vergeben

Höchstdotierter Förderpreis geht an elf Wissenschaftler


Freiburg (pte040/05.12.2003/18:06) Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) http://www.dfg.de verliehen wird, geht in diesem Jahr an insgesamt elf deutsche Forscher. Die Fördersumme in Höhe von 1,55 Mio. Euro ist für Forschungsarbeiten in einem Zeitraum von fünf Jahren vorgesehen und kann nach den Bedürfnissen der Preisträger flexibel eingesetzt werden. Die Preisträger sind heute, Freitag, von der DFG bekannt gegeben worden.

Ziel des 1985 eingerichteten Programms ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern. Für den Preis können Wissenschaftler aus allen Fachgebieten nominiert werden. Aus der Vielzahl der Vorschläge für den Leibniz-Preis hat der Nominierungsausschuss der DFG vor allem diejenigen ausgewählt, von denen er sich durch zusätzliche Förderung eine besondere Steigerung der wissenschaftlichen Leistungen verspricht. Darunter befindet sich auch in diesem Jahr wieder einige jüngere Wissenschaftler. Aus 148 Vorschlägen wurden elf Preisträger ermittelt.

Zwei Preise gingen an Wissenschaftler im Bereich molekulare Zellbiologie, an Nikolaus Pfanner von der Universität Freiburg und an Jürgen Soll von der Münchner Universität. Der Infektionsimmunologe Klaus Pfeffer von der Universität Düsseldorf zählt ebenso zu den Preisträgern wie der Werkstoffwissenschaftler Dierk Raabe vom Max Planck Institut für Eisenforschung in Düsseldorf und der Physiker Konrad Samwer von der Universität Göttingen. Der Geowissenschaftler Manfred Strecker von der Universität Potsdam erhielt den Preis für seine Arbeit für das Wechselspiel zwischen Tektonik, Klima und Oberflächenprozessen auf der Erde.

Frank Allgöwer von der Universität Stuttgart erhielt die Auszeichnung für seine Forschungs in der Regelung technischer Systeme, die heute sehr komplex und dynamisch sind, wie etwa Energieversorgungsnetze, das Internet und Verkehrssysteme. Die Theaterwissenschaftlerin Gabriele Brandstetter von der Freien Universität Berlin zählt nach Ansicht der Wissenschaftsjury zu einer der innovativsten Forscherpersönlichkeiten der deutschen Kulturwissenschaften.

Der Chemiker Thomas Carell von der Universität München ist der jüngste Träger des Leibniz-Preises 2004. Seine Arbeiten zur DNA-Reparatur bieten ein großes Potenzial für die Krebstherapie, seine Forschungen zum Transport von Elektronen sind zentral für die Photonik. Der Sozial- und Kognitionspsychologe Karl Christoph Klauer von der Universität Bonn erhielt den Preis für die Entwicklung neue Techniken und Methoden zur Durchführung von Tests, zur Datenerhebung und zur Analyse in verschiedenen Forschungsfeldern. Die Neurobiologin Hannah Monyer von der Universität Heidelberg beschäftigt sich mit der molekularen Grundlage wie sich Nervenzellen im Verbund zeitlich aufeinander abstimmen, so dass im Gehirn kohärente, sinnvolle Bilder der Außenwelt entstehen.

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