pte20110401016 in Leben

Spätes Ostern: Wenige denken noch an Skifahren

Schweizer Tourismusdestinationen kämpfen eher mit starkem Franken


Je später die Osterferien, desto weniger Skifahrer? (Foto: aboutpixel.de, David Schäffler)
Je später die Osterferien, desto weniger Skifahrer? (Foto: aboutpixel.de, David Schäffler)

Zugspitze/St. Moritz/Saas-Fee (pte016/01.04.2011/13:00) Der späte Ostertermin macht es den Wintersportdestinationen dieses Jahr nicht unbedingt einfach. Dennoch zeigen sich die Regionen zufrieden, auch wenn das Niveau im Vergleich zu frühen Osterterminen nicht ganz gehalten werden kann, wie ein pressetext-Rundruf in Deutschland und der Schweiz ergeben hat.

"Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass ein späterer Ostertermin zu weniger Buchungen führt, da bei einem Termin im März die Skisaison in die Osterzeit verlängert werden kann und dann auch diese Zielgruppe speziell ihren Urlaub so plant. Wenn Ostern wie in diesem Jahr so spät ist, dann wird es schwierig das Thema Ski noch zu platzieren", meint etwa Peter Ries,Tourismusdirektor von Garmisch-Partenkirchen, gegenüber pressetext.

Starke Frankenkurs bereitet Sorgen

In der Schweiz sorgt hingegen weniger der späte Termin für Kopfzerbrechen. Vielmehr bereitet der starke Kurs des Schweizer Franken Sorgen. "Nicht nur der späte Ostertermin, sondern auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen wie etwa der starke Franken und die Wirtschaftslage im Allgemeinen beeinflussen den diesjährigen Saisonverlauf. Wenn Ostern so spät ist, wird die Auslastung erfahrungsgemäß weniger gut sein", sagt Angela Rupp vom Tourismusverband in St. Moritz, Engadin.

Ins gleiche Horn bläst Pascal Schär, Tourismusdirektor von Saas-Fee, gegenüber pressetext: "Dank der Höhenlage von 1.800 bis 3.500 Metern kann die Destination Saas-Fee/Saastal auch Ende April hervorragende Pistenverhältnisse anbieten. Während in anderen Skiregionen die Bahnen bereits schließen mussten, bietet Saas-Fee nach wie vor genügend Schnee und das bis ins Tal. Demzufolge ist für die Region der späte Ostertermin ein im Verhältnis kleineres Problem. Bezogen auf die Auslastung dürfte wohl der starke Frankenkurs stärker ins Gewicht fallen".

"Leichter Rückgang für die Hotellerie erwartet"

Insgesamt rechnet Schär damit, dass die Hotellerie in dieser Saison einen leichten Rückgang verzeichnen muss. "Die definitiven Zahlen der Hotellerie fehlen noch. Aufgrund erster Rückmeldungen muss jedoch davon ausgegangen werden, dass der Rückgang der Hotellogiernächte über die gesamte Saison gesehen zwischen zwei und fünf Prozent liegen wird", so Schär gegenüber pressetext.

Die Region St. Moritz hat bereits frühzeitig auf den späten Ostertermin reagiert und eine Frühlingskampagne ins Leben gerufen http://www.engadin.stmoritz.ch/sunandsnow/ . "Dies geschieht aber nicht nur aufgrund der späten Ostern, sondern ist Teil unserer langfristigen Frühlingsstrategie. Die Kampagne beinhaltet Plakate in der Schweiz, Anzeigen in Deutschland und Italien sowie einer erstmaligen Social Media-Kampagne auf Facebook und Twitter, bei der vier Hoteldirektoren aus dem Oberengadin kurzentschlossene Gäste ins Engadin locken. Speziell für Ostern bieten wir erstmals und einmalig ein Spezialangebot über Ostern an", so Rupp. http://www.engadin.stmoritz.ch/osterspecial/

Bilanz kann erst nach Ostern gezogen werden

Einig sind sich die Tourismusexperten jedoch, dass eine endgültige Bilanz erst nach Ostern gezogen werden kann. "Die Buchungslage für Ostern kann jetzt noch nicht eingeschätzt werden, da die Urlaubsentscheidung sehr kurzfristig gefällt wird und gerade die Osterzeit auch sehr durch die dann aktuelle Witterung beeinflusst wird", meint Ries. Generell zeigte der März in den befragten Regionen eine gute Auslastung, wenn auch im Vergleich zu frühen Osterterminen naturgemäß weniger gebucht wurde.

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