pte20230301019 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Gewebe-Injektion lindert Rückenschmerzen

60 Prozent der Patienten berichten in Studie von Clinical Radiology of Oklahoma von Fortschritten


Rückenschmerzen: Großes Leid für Betroffene besser behandelbar (Foto: pixabay.com, Tumisu)
Rückenschmerzen: Großes Leid für Betroffene besser behandelbar (Foto: pixabay.com, Tumisu)

Edmont (pte019/01.03.2023/10:30)

Eine minimal-invasive Behandlung, bei der fremdes Bandscheibengewebe in die Wirbelsäule injiziert wird, um die mit einer degenerativen Erkrankung einhergehenden Schmerzen zu lindern, bringt längerfristig signifikante Verbesserungen bei Schmerz und Funktion. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Clinical Radiology of Oklahoma. Bei der Behandlung "Viable Disc Allograft Supplementation" werden spezialisierte Zellen und Flüssigkeit in die beschädigte Bandscheibe des Patienten injiziert.

Weniger Schmerz, mehr Aktivität

Die Zellen der injizierten Flüssigkeit regenerieren die Zellen des betroffenen Bereiches mit gesundem Gewebe. Laut dem leitenden Wissenschaftler Douglas Beall gelten Rückschmerzen als führende Ursache von eingeschränkter Aktivität und Abwesenheit vom Arbeitsplatz. 50 Patienten an neun verschiedenen Standorten haben an der randomisierten Studie mit einer Laufzeit von drei Jahren teilgenommen. 46 Personen erhielten tatsächlich Injektionen, vier Teilnehmern wurde zur Kontrolle nur Kochsalzlösung gespritzt.

Die behandelte Gruppe wies zu Beginn der Studie hinsichtlich Alter, Geschlecht, Ethnizität, BMI und Raucherstatus Ähnlichkeiten auf. Das Ausmaß des Schmerzes wurde mittels der "VAS Analog Scale" ermittelt und die Funktionalität mittels des "Oswestery Disability Index" (ODI) festgestellt. 60 Prozent der behandelten Patienten berichteten von einer Verbesserung der Schmerzen von mehr als 50 Prozent. 70 Prozent gaben eine Verbesserung von mehr als 20 Punkten bei den ODI-Werten an. Die Therapie erfordert keine Einschnitte in den Körper. Die Patienten konnten noch am gleichen Tag wieder nach Hause gehen. Die Studie wurde von VIVIEX Biologics gesponsert. Beall arbeitet als medizinischer Berater für das Unternehmen.

Konservative Therapie reicht nicht

Die degenerative Bandscheibenerkrankung ist eine führende Ursache für chronische Schmerzen im unteren Bereich des Rückens und gilt weltweit als eine der häufigsten medizinischen Leiden. Laut Beall sind bestehende Therapien oft unwirksam oder die Auswirkungen sind nur von kurzer Dauer. "Wir brauchen bessere Behandlungsmöglichkeiten, da die konservative Therapie nicht die langfristigen Ergebnisse erzielt, die Patienten verdienen. Das neue Verfahren könnte vielen Menschen helfen."

Der Einsatz neuer Verfahren wie der "Viable Disc Allograft Supplementation" könnte laut den Forschern auch dabei helfen, die Einnahme von Opioiden bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen zu verringern. Das wäre vor allem bei jüngeren Menschen von Bedeutung, die noch viele Jahre Aktivität und Lebensqualität vor sich haben. Die Forschungsergebnisse wurden auf dem Society of Interventional Radiology Annual Scientific Meeting in Phoenix der Öffentlichkeit vorgestellt.

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