pte20040623009 in Leben

Martin Vingron erhält Max-Planck-Forschungspreis

Bioinformatiker erforscht Genexpression


Berlin (pte009/23.06.2004/09:01) Der in Wien geborene Bioinformatiker Martin Vingron wird morgen, Donnerstag, mit dem Max-Planck-Forschungspreis ausgezeichnet. Der Wissenschaftler erforscht die so genannten Expression von Genen, bei der genetische Information in Genprodukte umgesetzt wird, sowie die Regulation der Genaktivität. Neben Vingrom wird auch Eugene W. Meyers, Professor für Informatik und Molekularbiologie an der University of California in Berkely http://www.berkeley.edu den Forschungspreis erhalten. Die gemeinsame Auszeichnung soll die Forschung von deutschen und ausländischen Wissenschaftlern fördern und Kooperationen vertiefen.

Vingron ist seit dem Jahr 2000 Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik http://www.molgen.mpg.de und seit 2001 Honorarprofessor für Bioinformatik an der Freien Universität Berlin http://www.fu-berlin.de . Wissenschaftliche Schwerpunkte sind u.a. die Struktur von Genen, Proteinfamilien und deren Evolution sowie die rechnergestützte Diagnostik. Dabei spielen die Fachbereiche Informatik, Mathematik, Genetik, Biochemie, Biologie und Physik zusammen.

Die Erforschung der Genexpression soll langläufig die medizinische Diagnostik und Prognostik verbessern. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass mittlerweile viele Krankheiten und Krankheitsbilder durch das spezifische Aktivitätsmuster von Genen charakterisiert werden können. Der menschliche Organismus besteht aus ca. 30.000 Genen.

Der Forschungspreis wird von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung http://www.avh.de und der Max-Planck-Gesellschaft http://www.mpg.de ausgelobt. Die Verleihung der mit jeweils 750.000 Euro dotierten Preise findet am Donnerstag im Rahmen der Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Stuttgart statt.

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