pte20250403027 in Business

Deutschland braucht weiter Primärrohstoffe

RWI-Berechnungen nach besteht 2045 noch Bedarf an heimisch gewonnenen Steinen und Erden


Steinbruch: Deutschland weiter auf heimische Rohstoffe angewiesen (Foto: pixabay.com, dexmac)
Steinbruch: Deutschland weiter auf heimische Rohstoffe angewiesen (Foto: pixabay.com, dexmac)

Essen (pte027/03.04.2025/13:55)

Intensivem Rycycling zum Trotz: Deutschland wird laut einer Studie des RWI - Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung auch 2045 nicht ohne heimisch gewonnene Rohstoffe im Bereich Steine und Erden auskommen.

Mehr Recycling nötig

"Wir werden den Rohstoffbedarf auch künftig bei weitem nicht alleine durch Sekundärrohstoffe decken können. Wer mit neuem Deutschlandtempo Wohnungen bauen, die Infrastruktur modernisieren und die Klimawende schaffen will, braucht eine verantwortungsvolle heimische Rohstoffgewinnung", so RWI-Wissenschaftler Jochen Dehio.

Der Bedarf an Steine-Erden-Rohstoffen bleibt hoch. Die Dekarbonisierung und der Ausstieg aus der Kohleverstromung erhöhten sogar den Druck, da einige industrielle Nebenprodukte wegfallen würden. Vereinfachte Planungsverfahren, eine Optimierung der Regulierung, eine Förderung des Recyclings und mehr gesellschaftlicher Akzeptanz seien nötig.

Bedarf bleibt stabil

Laut RWI-Berechnungen bleibt der Anteil von Sekundärrohstoffen am Gesamtrohstoffbedarf stabil oder steigt nur leicht - von aktuell 15,2 Prozent auf maximal 16,3 Prozent im Jahr 2045 - je nach Szenario. Eine im Vergleich zu heute deutlich umfassendere Substitution von Primärrohstoffen mithilfe von Recycling oder industriellen Nebenprodukten sei nicht in Sicht.

(Ende)
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