pte20240531001 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Fisch macht Menschen weniger aggressiv

Wirkung von Omega-3-Fettsäuren nachgewiesen - Auch Nahrungsergänzungsmittel nutzbringend


Aggressiver Mann: Fisch essen macht weniger streitsüchtig (Foto: Alana Jordan, pixabay.com)
Aggressiver Mann: Fisch essen macht weniger streitsüchtig (Foto: Alana Jordan, pixabay.com)

State College (pte001/31.05.2024/06:00)

Menschen, die regelmäßig Fisch essen, sind weniger aggressiv. Laut Adrian Raine von der Pennsylvania State University enthält Fisch Omega-3-Fettsäuren, die das Gehirn positiv beeinflussen, was sich in Gelassenheit widerspiegelt. Der Effekt lässt sich auch mit gängigen Nahrungsmittelergänzungsmitteln erreichen, die ebenfalls diese wertvollen Säuren enthalten, so der Experte.

30 Prozent weniger aggressiv

Raine untersucht seit Jahren, ob eine Omega-3-Supplementierung aggressives Verhalten verringert und veröffentlichte fünf randomisierte kontrollierte Studien aus verschiedenen Ländern. Darin fand er signifikante Beweise für seine These, wollte aber wissen, ob sie allgemeingültig sind. Jetzt fand er in 29 randomisierten, kontrollierten Studien weitere Belege für die Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren.

Danach reduziert sich die Aggressivität durch die regelmäßige Einnahme des Nahrungsergänzungsmittels um 30 Prozent. Das gilt für Menschen jeden Alters und Geschlechts. "Es ist an der Zeit, Omega-3-Supplemente zur Verringerung von Aggressionen einzusetzen. Omega-3 ist zwar keine Wunderwaffe, die das Gewaltproblem in der Gesellschaft vollständig lösen wird. Aber auf der Grundlage unserer Erkenntnisse sind wir fest davon überzeugt, dass es dazu beitragen kann, und wir sollten jetzt handeln", so Raine.

Omega-3 anderweitig hilfreich

Laut dem Forscher helfen Omega-3-Fettsäuren auch anderweitig, etwa bei der Behandlung von Herzkrankheiten und Bluthochdruck sowie dadurch, dass sie kostengünstig und sicher in der Anwendung sind. "Zumindest sollten Eltern, die ein aggressives Kind behandeln lassen, wissen, dass ein oder zwei zusätzliche Portionen Fisch pro Woche ebenfalls zur Aggressionsminderung beitragen könnten", sagt Raine.

Zu offenen Formen der Aggression gehören verbale und körperliche Gewalt sowie Mobbing. Darüber hinaus gibt es Folgen wie Vandalismus, Brandstiftung und Diebstahl. Beides kann sich negativ auf Beziehungen auswirken und rechtliche Folgen haben. Eine Studie aus dem Jahr 2002 ergab bereits, dass die Verabreichung von Nahrungsergänzungsmitteln, die essenzielle Fettsäuren enthalten, die Gewaltbereitschaft von Häftlingen verringert.

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