pte20250403001 in Business

Trumps Zoll-Irrsinn kostet Welt 1,4 Bio. Dollar

Wissenschaftler der Aston University sehen verheerende Auswirkungen insbesondere für die USA


Zollschranke: Aufschläge bewirken weltweite Wohlstandsverluste (Foto: Yvonne Huijbens, pixabay.com)
Zollschranke: Aufschläge bewirken weltweite Wohlstandsverluste (Foto: Yvonne Huijbens, pixabay.com)

Birmingham (pte001/03.04.2025/06:00)

Die von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Zollkriege könnten 2025 weltweit Mehrkosten von bis zu 1,4 Bio. Dollar verursachen. Diese müssten Unternehmen und Verbraucher zahlen, einschließlich denen in den USA. Das zeigt eine Analyse von Forschern der Aston University. Sie skizzieren darin die wirtschaftlichen Folgen von sechs von den USA ausgelösten Handelszollszenarien mit Auswirkungen auf Handelsströme, Preise, Produktion und Wohlstand.

Sekundäre Zölle im Blick

Die Zölle haben eine Welle von Reaktionen und Vergeltungsmaßnahmen in Europa, Asien und anderen amerikanischen Staaten ausgelöst. Und es scheint immer weiterzugehen, jetzt sogar mit sogenannten sekundären Zöllen, die gegen Staaten gerichtet sind, die Waren aus Ländern beziehen, die Trump nicht genehm sind, wie unter anderem das Beispiel Venezuela zeigt.

Durch die ersten von den USA erhobenen Zölle steigen die US-Preise um 2,7 Prozent. Auch sinkt das reale BIP pro Kopf um 0,9 Prozent. Der Wohlstand in Kanada sinkt um 3,2 Prozent und in Mexiko um fünf Prozent. Durch Vergeltungsmaßnahmen von Kanada, Mexiko und China steigen die Verluste der USA steigt um 1,1 Prozent, der Wohlstand in Kanada reduziert sich um 5,1 Prozent und in Mexiko um 7,1 Prozent. Die Folgen der 25-prozentigen Zölle auf Waren aus der EU bewirken einen starken Rückgang des transatlantischen Handels und Produktionsstörungen in der EU. Der Wohlstandsverlust in den USA steigt um 1,5 Prozent, heißt es.

Globale Wohlstandsverluste

Die Gegenzölle der EU sorgen für einen Preisanstieg in den USA und der EU. Erheben die USA globale Zölle, wird es einen starken Rückgang des Welthandels und erhebliche Preissteigerungen geben, die sich erheblich auf das Wohlergehen in Nordamerika auswirken. Eine vollständige globale Vergeltung mit Zöllen hätte globale Störungen, reduzierte Handelsströme und globale Wohlstandsverluste in Höhe von 1,4 Bio. Dollar zur Folge, so die Ökonomen in Birmingham.

"Klar ist, dass Volkswirtschaften wie das Vereinigte Königreich für verschiedene Eventualitäten planen und mit der Umsetzung von Abhilfemaßnahmen beginnen müssen. Die US-Zölle bieten dem Vereinigten Königreich durch Handelsumlenkungen potenzielle Vorteile, doch diese Gewinne könnten die Bemühungen um eine Neugestaltung der Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU erschweren und die wirtschaftlichen Unterschiede, das politische Misstrauen und die Fehlausrichtung verstärken", sagt Aston-Forscherin Jun Du. Sie schlägt eine vorsichtige Annäherung an die EU und eine Suche nach neuen Handelspartnern in Asien vor.

(Ende)
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