Zero Trust für Österreichs Firmen verzichtbar
Laut Deloitte hat nur ein Viertel gesamtheitliche Sicherheitsstrategien gegenüber Cybercrime
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Cybercrime: Österreichs Unternehmen wiegen sich zu sehr in Sicherheit (Bild: pixabay.com, kalhh) |
Wien (pte023/03.04.2025/12:35)
Laut einer neuen Studie des Wirtschaftsprüfers Deloitte haben österreichische Unternehmen in den vergangenen Jahren zwar ihre technische Infrastruktur gegen Cyber-Attacken aufgerüstet. Neue gesamtheitliche Sicherheitsstrategien wie Zero Trust finden aber kaum Anwendung. Nur ein Viertel hat diese Strategie im Einsatz und 14 Prozent wollen sie bald implementieren.
Keine Mehrausgaben
Für den aktuellen Report haben die Experten im Januar und Februar dieses Jahres 350 Mittel- und Großunternehmen in Österreich befragt. Das nüchterne Fazit: Auch die konstante budgetäre Anpassung an immer neue Risiken wird häufig vernachlässigt.
Dabei agieren Cyber-Kriminelle immer aggressiver. So hat sich die Zahl der Unternehmen, die täglich von Ransomware-Attacken betroffen sind, von 2022 bis heute fast verdoppelt (von zwölf auf 22 Prozent). Wenigstens können 56 Prozent die Ransomware-Ausbreitung mittlerweile durch technische Maßnahmen verhindern. 2024 waren es nur 37 Prozent.
KI als großes Problem
"Vor allem das Aufkommen neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz ermöglicht Kriminellen eine noch aggressivere Vorgehensweise. 100.000 Angriffe pro Tag auf eine Organisation sind unserer Erfahrung nach keine Seltenheit mehr. Das bedeutet einen Angriff pro Sekunde", erklärt Evrim Bakir, Managing Partnerin für Consulting bei Deloitte Österreich.
Umso mehr fordern die Experten kontinuierliche Weiterentwicklung der digitalen Sicherheit. Und obwohl nach erfolgreichen Angriffen nur jedem fünften Befragten die Entschlüsselung der Daten gelingt und nur 33 Prozent die Daten mittels Back-ups wiederherstellen können, sieht ein Großteil der Unternehmen keinen Bedarf, in nächster Zeit ihre Security-Budgets zu erhöhen.
Laut der Studie plant nur ein Drittel die Technikausgaben und lediglich ein Viertel die Personalausgaben aufzustocken. Handlungsbedarf gibt es bei Zero-Trust-Ansätzen, bei dem niemanden im Unternehmen automatisch vertraut, sondern jeder einzelne Datenzugriff verifiziert wird. Von einem flächendeckenden Einsatz sei man aber weit entfernt.
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