pts20091014031 in Business

Baader Bank AG: Börsenumsatzsteuer wäre Gift für die Märkte


Unterschleissheim, Deutschland (pts031/14.10.2009/11:46) Die Baader Bank AG, Deutschlands führender Spezialist im Wertpapierhandel, warnt vor den negativen Folgen der Einführung einer Börsenumsatzsteuer. "Mit einer Börsenumsatzsteuer würde man den Anlegern einen Bärendienst erweisen", sagte Uto Baader, Vorsitzender des Vorstands, anlässlich einer gemeinsamen Fachkonferenz des Bundesverbandes der Wertpapierfirmen an den deutschen Börsen e. V. (BWF) und der International Capital Market Association (ICMA), die heute in der Firmenzentrale der Baader Bank in Unterschleissheim stattfindet.

Eine Steuer auf sämtliche Börsengeschäfte würde zu einer Verlagerung der Wertpapiertransaktionen in den außerbörslichen Handel und damit zu einem Abfluss an Liquidität führen. "Das aber wäre Gift für die Märkte, für die Qualität der Preisbildung und die Nachvollziehbarkeit des Handels", so Baader. Der börsliche Handel weise einen sinnvollen Dreiklang aus Effizienz, Transparenz und staatlicher Überwachung auf. "Dieses bewährte System würde geschwächt werden, weil eine Börsenumsatzsteuer dazu beiträgt, die Börsen auszutrocknen", warnte Baader. Innerhalb der Europäischen Union gibt es aktuell Überlegungen, eine Börsenumsatzsteuer einzuführen. Auch bei CDU/CSU wird die von der SPD ins Spiel gebrachte Börsenumsatzsteuer nicht mehr grundsätzlich abgelehnt.

Mit Blick auf die Tendenz zur Internationalisierung einer neuen Aufsichtsarchitektur im Finanzwesen sagte Baader, dass es durchaus Sinn mache, die Aufsicht für global agierende Banken international zu regeln. "Für überwiegend national tätige Institute sollte aber die Regulierungsbehörde auf nationaler Ebene zuständig bleiben", so Baader. Es gehe hier ebenso um die Vermeidung neuer Ineffizienzen wie die Beachtung des verfassungsrechtlich verankerten Subsidiaritätsprinzips, das die Eigenverantwortung untergeordneter, nationaler Einheiten der Zuständigkeit übergeordneter Organe vorziehe.

Baader regte an, sich die Mechanismen des börslichen Systems bei der Bekämpfung von Finanzkrisen zu Nutze zu machen. So könne die Einführung einer Börsenpflicht für strukturierte, festverzinsliche Produkte, die auf Hypotheken- oder ABS-Strukturen basieren, als eine Art Frühwarnsystem für künftige Krisen dienen. Gleichzeitig würde eine für den börslichen Handel notwendige Standardisierung der Produkte zu einer tendenziell höheren Liquidität und damit einer besseren Risikobeurteilung führen. "Durch den regulierten Handel an der Börse und die damit verbundenen Veröffentlichungspflichten ist gegenüber dem Markt, den Anlegern und den Aufsichtsbehörden per se ein hohes Maß an Transparenz und eine hohe Nachvollziehbarkeit der Transaktionen gegeben", so Baader weiter. Dadurch erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit, dass Betrug, Missbrauch und Fehlentwicklungen frühzeitig entdeckt oder erst gar nicht möglich würden. Die Börse habe hier die Funktion eines Frühwarnsystems. Hätte eine Börsenpflicht für die toxischen Papiere bestanden, so seine These, wäre das damit verbundene extreme Risiko aufgefallen. "Das Schundzeug wäre uns zumindest in dem gezeigten Ausmaß erspart geblieben", sagte Baader.

Thomas Spengler
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