pts20250324013 in Business

Wo bleibt Protest von Politik und Gewerkschaft zum Skandal von 600 entlassenen Lieferando-Fahrern?

Ethik pro Austria kritisiert Tatenlosigkeit: "Scheinbar sind Essen-Fahrer Menschen zweiter Klasse"


Wien (pts013/24.03.2025/10:10)

Die Politik schweigt, die Gewerkschaften schauen weg – doch die Arbeitsbedingungen von Essenslieferanten und Taxifahrern in Österreich verschlechtern sich dramatisch. Lieferando hat in Österreich gerade 600 Fahrer entlassen und zwingt sie nun in freie Dienstverhältnisse. Ein arbeitsrechtlicher Skandal. Ethik pro Austria und Taxi-Club-Austria prangern die Untätigkeit der Entscheidungsträger an und fordern endlich klare Maßnahmen gegen die skrupellosen Methoden der Heuschrecken-Konzerne. "Warum wurde bei KTM und Benko so laut aufgeschrien, bei ähnlichen Entlassungszahlen. Aber jetzt – man hört gar nichts. Scheinbar sind die Männer und Frauen, die bei Tag und Nacht und jedem Wetter unser Essen liefern, nur Menschen zweiter Klasse", so Alois Gmeiner, der wütende Präsident von Ethik pro Austria. www.ethikproaustria.at

600 Entlassungen: Ein arbeitsrechtlicher Skandal

Die Wahrheit dürfte sogar noch schlimmer sein – laut internen Informationen sind es insgesamt 966 Betroffene. Die Folgen: Kein bezahlter Urlaub, kein Weihnachtsgeld, keine Krankheitsentlohnung für diese hart arbeitenden Menschen. Diese systematische Aushöhlung von Arbeitnehmerrechten ist ein Skandal, der scheinbar ungestraft bleibt. "Wo bleibt der Aufschrei der Gewerkschaft? Wo ist der Protest der Politik? Denn mitlerweile ist es auch bei uns Taxifahrern, oder bei Paketzustellern nicht anders. Der Logarithmus ist unser Sklaventreiber und wohl erworbenen Rechte von Arbeitern, wie bezahlter Urlaub oder Krankenstand, zählen für uns nicht mehr", so der Initiator von Taxi-Club-Austria Stanislav Bergo.

Digitale Sklaverei statt Freiheit und Flexibilität

Uber, Bolt, Lieferando oder wie Sie alle heißen, sie alle locken Fahrer mit Versprechungen von Freiheit und Selbstbestimmung. Die Realität sieht anders aus:

  • Immer längere Arbeitszeiten bei sinkenden Einkommen
  • Algorithmen, die Fahrer zu Verfügungsmasse degradieren
  • Psychologischer Druck durch manipulative Bewertungssysteme
  • Aushebelung von arbeitsrechtlichen Errungenschaften und Zahlungen

"Wir sehen eine schleichende Entrechtung der Arbeitnehmer", kritisiert Stanislav Bergo. "Diese Plattformen nutzen Menschen aus, um Gewinne zu maximieren – ohne soziale Verantwortung oder faire Arbeitsbedingungen. Ein Skandal, der nicht geahndet wird."

Gewerkschaft und Politik müssen handeln

Es braucht endlich klare gesetzliche Regelungen, die diesen Ausbeutungsmethoden einen Riegel vorschieben. Ethik pro Austria und Taxi-Club-Austria fordern daher:

  • Faire Löhne und Arbeitsbedingungen für Liefer- und Taxifahrer
  • Transparente Algorithmen und Mitspracherecht für Fahrer
  • Verantwortung der Plattformen für soziale Absicherung
  • Strenge Strafen für Steuervermeidung und unlautere Geschäftspraktiken

"Die Politik hat es in der Hand, diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen", so Bergo weiter. "Doch anstatt zu handeln, schaut sie tatenlos zu. Es ist Zeit für Widerstand gegen die Heuschrecken aus dem Silicon Valley, sonst übernimmt auch bei uns ein Musk das Ruder."

Ethik pro Austria als mahnende Stimme und Taxi-Club-Austria als Alternative

Es gibt Initiativen aus der digitalen Sklaverei: Taxi-Club-Austria setzt auf die Vision eines genossenschaftlichen Modells, das Fahrern faire Bedingungen, Transparenz und Mitbestimmung bietet. Die Botschaft ist klar: Niemand muss sich den Konzernen beugen. Es ist Zeit für eine echte menschliche Alternative – und es ist an der Zeit, dass sich Politik und Gewerkschaft endlich schützend vor die Arbeitnehmer stellen.

Kontakt:
Ethik pro Austria & Taxi-Club-Austria
Telefon: +43 678 1262392
E-Mail: taxiclubaustria@pm.me
Web: www.ethikproaustria.at



(Ende)
Aussender: Ethik pro Austria
Ansprechpartner: Alois Gmeiner
Tel.: +43 699 133 20 234
E-Mail: office@ethikproaustria.at
Website: www.ethikproaustria.at
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