Diabetiker im Katzenkörbchen
Über 5000 Katzen in der Schweiz sind zuckerkrank
Lyssach (pts035/23.04.2004/15:15) Katzen sind mit Abstand das liebste Haustier von Herrn und Frau Schweizer. Weniger bekannt ist, dass über 5000 der Stubentiger an Diabetes melli-tus leiden. Einige erhalten deswegen täglich Insulininjektionen. Bei einem grossen Teil der Tiere bleibt die Zuckerkrankheit allerdings lange unent-deckt - oft sind diese Katzen übergewichtig. Eine neue Diätnahrung verbessert die Lebensqualität betroffener Tiere und erleichtert die Behandlung.
Wie der Mensch können auch Katzen an Diabetes mellitus erkranken. Ältere Tiere und kastrierte Kater erkranken häufiger. Ein besonders hohes Risiko an Diabetes zu erkranken haben - genauso wie Menschen - auch Katzen mit Übergewicht. Jede zweite bis dritte Katze in Mitteleuropa ist zu dick. Im Vergleich zu ihren schlanken Artgenossen, ist bei diesen Tieren das Risiko, an Diabetes zu erkran-ken, um ein Vierfaches höher.
Leckerbissen können krank machen
Oftmals bleibt lange unentdeckt, dass statt der vermeintlich gesunden Katze ein Patient im Körbchen schnurrt. Über die Hälfte der Tierhalter lassen ihren Möhrli, Tigi oder Schnurrli nämlich nie wägen. Zum üblichen Futter, welches oft ganz nach Beleiben und in viel zu grossen Mengen angeboten wird geben sie noch zusätzliche Leckerbissen. Gut gemeint zwar, aber häufig mit gesundheitlichen Folgen für das Tier. Es wird dicker und dicker - und möglicherweise zuckerkrank.
Im Zürcher Tierspital ist das Problem bekannt: "Bei nicht rechtzeitiger Behandlung kann ein Diabetes zu zahlreichen Komplikationen und sogar zum Tod füh-ren. Diabetes vermindert die Lebensqualität betroffener Tiere und damit meist auch ihrer Besitzer deutlich", sagt Professor Claudia Reusch, Vorsteherin der Kleintierklinik. "Es ist ausserordentlich wichtig, dass neben der medikamentösen Therapie diätetische Massnahmen eingeleitet werden und insbesondere eine gezielte, tierärztlich begleitete Gewichtsreduktion angestrebt wird."
Stoffwechsel der Katze tickt anders
Hill's Pet Nutrition, ein führender Hersteller von Hunde- und Katzennahrung hat jetzt als erster Tiernahrungsmittel-Hersteller eine spezielle Diätnahrung für übergewichtige Katzen und Katzen mit Diabetes entwickelt. Dabei musste bei der Entwicklung der neuen Hill's Prescription Diet Feline m/d die spezifische Stoffwechselsituation dieser Tiergattung berücksichtigt werden. Katzen als obligate Karnivoren (Fleischfresser) verbrennen im Vergleich zu Omnivoren (Fleisch- und Pflanzenfresser) einen wesentlich höheren Eiweissanteil zur Energiegewinnung. Auch tolerieren sie - im Gegensatz zu Hunden - nur eine geringere Vielfalt an Nahrungsinhaltsstoffen. Herkömmliches Fertigfutter ist für zuckerkranke Katzen ungeeignet, der Kohlenhydratgehalt und oft auch der Fettgehalt sind zu hoch.
Hill's Prescription Diet Feline m/d ist die erste und einzige Katzennahrung, das den Stoffwechsel der Tiere auf einen effizienten Gewichtsverlust umprogrammiert. Die Rezeptur ist arm an Kohlenhydraten und reich an Eiweiss, was den Stoffwechsel anregt, zur Energiegewinnung in erster Linie auf körpereigene Fettreserven zurückzugreifen. Ein Zusatz der vitaminähnlichen Aminosäure L-Carnitin sorgt zudem für eine bessere Fettverbrennung. Die Katze verliert an Gewicht, die Muskelmasse bleibt hingegen voll erhalten.
Insulin wird vielfach überflüssig
Eine bahnbrechende wie auch sanfte Methode: Eine übergewichtige Katze wird pro Woche 1-2% an Gewicht verlieren und das ohne Hungergefühl und erst noch mit einer superleckeren Diät. Auch normalgewichtige oder wieder normalgewichtige Diabetespatienten dürfen diese Diätkroketten oder feingehackte Dosendiät schlemmen, dann sogar in grösseren Portionen. In Bezug auf die Zuckerkrank-heit haben wissenschaftliche Langzeitstudien gezeigt, dass insulinabhängige Katzen bis zu 50 Prozent weniger Insulin benötigten, weil sich die körpereigene Insulinproduktion und -empfindlichkeit wieder normalisierte. Bei etwa einem Drittel der Tiere verschwand der Diabetes sogar wieder und es konnte nach einer gewissen Zeit (meist einige Wochen) sogar gänzlich auf die Insulininjektionen verzichtet werden.
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